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Petticoat und Planerfüllung - Frauen im DEFA Film

Release: Petticoat.und.Planerfuellung.-.Frauen.im.DEFA.Film.GERMAN.DOKU.WS.HDTVRip.x264-Pumuck

Petticoat und Planerfüllung - Frauen im DEFA Film
NFO
Inhaltsangabe

Im Mai 1946 wird in Potsdam-Babelsberg die Deutsche Film AG gegründet.

Die DEFA erhält von der sowjetischen Besatzungsmacht die Lizenz für
die "Herstellung von Filmen aller Kategorien" und ist fortan im
Kinogeschäft Monopolist auf ostdeutschem Boden.

Mit ihren zeitweise über 2.200 festangestellten Mitarbeitern
produzierte die DEFA in den viereinhalb Jahrzehnten ihres Bestehens
mehr als 700 Kino- und über 500 Fernsehfilme.

In den Filmen spiegelt sich die widersprüchliche Geschichte der DDR
und damit das Auf und Ab politischer Einflussnahme und bürokratischer
Gängelung ebenso, wie der allgemeine Wandel
von Moral-, Rollen- und Wertevorstellungen.

Frauen werden von den Drehbuchautoren und Regisseuren der DEFA schon
frühzeitig in den Mittelpunkt ihrer Geschichten gestellt.

Die SED sieht das gerne, ist doch die Gleichstellung von Mann und Frau
eines der von ihr beherzt vorangetriebenen politischen Ziele.

In der bis zum Mauerbau von permanenter Abwanderung geplagten DDR
sollen Frauen auch in bislang spezifisch männliche Berufe vordringen.

So wundert es nicht, dass die Frau im DEFA-Film berufstätig ist und
ein Großteil der von ihr zu bewältigenden Probleme in unmittelbarem
Zusammenhang mit Schule, Studium, Arbeit oder Betrieb stehen.

Natürlich geht es auch im ostdeutschen Kino für die Heldin um
die Suche nach dem privaten Glück, dem idealen Partner.

Nur geschieht das nie losgelöst von den gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen.

Im Gegenteil - Arbeit, Liebe und politische Selbstfindung werden
immer wieder gerne miteinander verknüpft.

Exemplarisch kann dafür die DEFA-Verfilmung (1964) des Christa Wolf
Romans "Der geteilte Himmel" stehen.

Hier entscheidet sich die Heldin nach langem Ringen gegen ihre große,
in den Westen geflohene Liebe und für die DDR und ihre Arbeit im
sozialistischen Großbetrieb.

Anfang der siebziger Jahre ist die Gleichberechtigung gesetzgeberisch
durchgesetzt, die Abtreibung legalisiert und die Pille zum
Standardverhütungsmittel der DDR-Frau geworden.

Für die DEFA-Heldinnen scheint nun, für die private Sinnsuche,
die Zeit reif zu sein.

Es sind starke, selbstbewusste Frauen, die nun auf die Leinwand
kommen und den Ostmann in der Regel alt aussehen lassen.

So wie Jutta Hoffmann in "Der Dritte",
Angelika Domröse in "Paul und Paula"
oder Renate Krößner in "Solo Sunny".

Viele bekannte Schauspieler, Regisseure und Kritiker kommen zu Wort
und schildern ihre Sicht auf die DEFA, ihre Filme und Rollen.

So unter anderem Eva-Maria Hagen, Annekathrin Bürger, Katrin Sass,
Christel Bodenstein und Jutta Wachowiak.

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